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Wirtschaftstandort Polen



Strombrücke Litauen-Polen eingeweiht

Wyślij Druck Pobierz Er fügte hinzu: Katarzyna Rzeźniczek | 2015-12-21 12:59:26
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Zu Wochenbeginn wurde in Vilnius die Verbindungsleitung für Elekroenergie(sog. Strombrücke) zwischen Litauen, Polen und Schweden eingeweiht. Die Verbindung soll die Energiesicherheit Polens und der Ostseeanrainer verbessern.

Zu Wochenbeginn wurde in Vilnius die Verbindungsleitung für Elekroenergie(sog. Strombrücke) zwischen Litauen, Polen und Schweden eingeweiht. Die Verbindung soll die Energiesicherheit Polens und der Ostseeanrainer verbessern.

Die Leitung LitPol Link mit einem Wert von 550 Mio. Euro verbindet die Städte Ełk in Polen und Olita in Litauen. Durch diese Leitung und die Verbindung Nordbalt mit Schweden, die am gleichen Tag offiziell eröffnet wurde, sind die baltischen Staaten zum ersten Mal in der Geschichte mit den Energienetzen Westeuropas integriert.

“In einer echten Energieunion darf es keine Energieinseln geben, die Energie muss ungehindert über die Grenzen fließen können. Heute unternehmen wir einen wesentlichen Schritt in Richtung höhere Sicherheit bei der Belieferung der Abnehmer der Region mit Elektroenergie und Stärkung des Wettbewerbs auf dem Markt”, sagte der EU-Kommissar für Energie Miguel Canete mit Sicht auf die Einweihung der Verbindungsleitungen.

Die Strombrücke Polen-Litauen wird nicht nur den Austausch von Elektroenergie zwischen Polen und den baltischen Ländern ermöglichen, sondern auch den sog. baltischen Ring (Baltic Ring) schließen, eine Folge von Verbindungsleitungen rund um die Ostsee. Damit wird die Sicherheit der Netze und der Versorgung gestärkt, zugleich eröffnen sich neue Handelsmöglichkeiten. Nach Angaben der EU-Kommission wurden für die erste Phase des Projekts bereits 550 Mio. Euro aufgewendet. Die Investition gilt in der EU als vorrangig und wurde wesentlich durch EU-Gelder kofinanziert. Investoren der Verbindungsleitung Polen-Litauen sind die Netzbetreiber beider Länder PSE i Litgrid.

Die Verbindung ist auf 500 MW ausgelegt, die Durchlassfähigkeit soll bis 2020 verdoppelt werden. Die zweite Projektphase sieht den Ausbau der innerpolnischen Netze zwischen Stanisławow und Olsztyn Mątka und in Litauen zwischen den Städten Olita und Kronie vor. Beide Investitionen sind Teil der Liste der EU-Vorhaben von gemeinsamem Interesse (PCI).

Über die Verbindungsleitung LitPol kann bereits Strom fliessen. Die erste Auktion fand am 8. Dezember statt. LitPol Link ist Teil des Verbundplans für den baltischen Energiemarkt(BEMIP). Für den Bau der Strombrücke hat die polnische Seite bisher etwa 1,8 Mrd. PLN aufgewendet, davon sind etwa 868 Mio. PLN EU-Mittel.

Quelle: Rzeczpospolita / WPHI Berlin